Damals in der Fakultät: 1. Dekanatsgeschäftsführer

16.11.2015 - Meike Klinck

albrecht Wissen Sie, wer der erste Geschäftsführer im Dekanat war? In unserem November-Beitrag der Serie „Damals in der Fakultät“ lesen Sie die Antwort.

Dr.-Ing. Jörg Albrecht war der erste Dekanatsgeschäftsführer der Fakultät. Wie in der Fakultätsverwaltung alles begann erzählt er im Gespräch mit Janine Bruder.

Wann wurden Sie Geschäftsführer im Dekanat?

„Ich wurde am 5. Mai 1975 zum Akademischen Rat ernannt. Das war die damalige Bezeichnung für den heutigen Dekanatsgeschäftsführer.“

Wie wurden Sie auf die Stelle aufmerksam?

„Das ist eine längere Geschichte: Ich kam im April 1972 als frischgebackener Diplomingenieur in die Arbeitsgruppe von Professor Neumann, um hier zu promovieren. Der Zufall wollte es, dass Professor Neumann im Studienjahr 1972/73 zum Dekan gewählt wurde. Da das Dekanat damals nur mit einer Sachbearbeiterin und einer Hilfsarbeiterin ausgestattet war, nahm der Dekan seinen jüngsten Assistenten zur Entlastung mit. Offenbar machte ich meine Sache gut, denn der nächste Dekan, Professor Bosch, bat Professor Neumann, mich weiter im Dekanat behalten zu dürfen. Die Fakultät stellte dann 1973 die Stelle eines Akademischen Rats für das Dekanat zur Verfügung. Die Ausschreibung ergab zwar mehrere Bewerbungen, die jedoch alle im Sande verliefen. Ich hatte mich natürlich nicht beworben, weil ich eigentlich nur promovieren wollte. Nachdem die Ausschreibung geplatzt war, meinte Professor Kneller, einer der Gründungsväter der Fakultät: ‚Warum in die Ferne schweifen? Wir haben doch jemanden, der die Sache gut macht‘. So wurde mir die Stelle angeboten und nach einigem Zögern sagte ich zu.“

Sie sind dem Dekanat bis zu Ihrer Pensionierung im Jahr 2009 treu geblieben. Haben sich die Aufgabenbereiche im Laufe der Jahre verändert?

„Vorab möchte ich kurz erwähnen, dass ich zwar 2009 formal pensioniert wurde, jedoch 2006 per Altersteilzeit ausgeschieden bin. Nun zur eigentlichen Frage: Die Konstruktion eines Akademischen Rats in der Fakultätszentrale war 1975 einzigartig an der RUB. Unsere Fakultät betrat Neuland, und so formte sich mit der Zeit das Verantwortungsfeld dieser Position heraus. Zusammenfassend gesagt zählen technischen Leitungsaufgaben, Aufgaben der Wissenschaftsverwaltung sowie fakultätszentrale Organisations- und Koordinierungsaufgaben dazu. Der Dekanatsgeschäftsführer ist in einer Person Dezernent für Studium und Lehre, für Haushalts- und Strukturangelegenheiten und für Wissenschaft und Forschung.“

Welches Ereignis ist Ihnen in besonders guter Erinnerung geblieben?

„In den 34 Jahren an der Fakultät gab es viele schöne Ereignisse. Besonders hervorheben möchte ich die seit 1994 stattfindenden Absolventenfeiern. Wenn ich vor einem vollen Hörsaal stand und die frischen Absolventen, deren Eltern und Freunde begrüßte, wusste ich jedes Mal wieder, weshalb ich so lange an meiner Fakultät geblieben bin.“

Was wünschen Sie der Fakultät für die Zukunft?

„Ganz einfach: Dass Herr Grosche der Fakultät noch lange erhalten bleibt.“

Tags: Jubiläum, rub50