Veranstaltung: Kommunikationsakustik

Nummer:
141160
Lehrform:
Vorlesung und Übungen
Medienform:
rechnerbasierte Präsentation, Tafelanschrieb
Verantwortlicher:
Prof. Dr.-Ing. Rainer Martin
Dozenten:
Prof. Dr.-Ing. Rainer Martin (ETIT), M. Sc. Semih Agcaer (ETIT)
Sprache:
Deutsch
SWS:
4
LP:
5
Angeboten im:
Wintersemester

Termine im Wintersemester

  • Beginn: Donnerstag den 12.10.2017
  • Vorlesung Donnerstags: ab 10:15 bis 11.45 Uhr im ID 03/419
  • Übung Donnerstags: ab 13:15 bis 14.45 Uhr im ID 03/401

Prüfung

Mündlich

Termin nach Absprache mit dem Dozenten.

Dauer: 40min
Prüfungsanmeldung: FlexNow

Ziele

Die Studierenden verfügen über die fachspezifischen Grundlagen der Kommunikationsakustik inklusive ihrer physikalischen Grundlagen. Sie sind in die Lage, in so verschiedenen Bereichen wie Elektroakustik, Sprachakustik, Raumakustik und Simulationstechnik ingenieurmäßige Aufgabenstellungen zu bearbeiten. Durch die Betonung der Grundlagenausbildung stehen den Absolventen auch weitere Felder der technischen Akustik wie z.B. Fahrzeugakustik und Anwendungen in der Medizintechnik offen.

Inhalt

Die Kommunikationsakustik behandelt die für die Sprach- und Audiokommunikation wesentlichen Aspekte der Akustik und stellt sie in den Zusammenhang von Anwendungen im Bereich der Sprachübertragung, von Hörgeräten, und Telekommunikationseinrichtungen und Mobilfunk. Sprachakustik und Hörakustik sind die beiden wichtigsten Säulen der Kommunikationsakustik. Der Schwerpunkt dieser Vorlesung liegt auf einem breit angelegten Verständnis akustischer Vorgänge, das benötigt wird, um die verschiedenen Aspekte akustischer Kommunikation umfassend zu verstehen.

Einen weiteren thematischen Schwerpunkt stellen elektroakustische Schallsender und Empfänger dar. Elektroakustische Wandler bauen auf elektromechanischen Prinzipien auf. Es ist also notwendig, sich mit elektromechanischen Wandlerprinzipien (elektrodynamisch, elektromagnetisch, dielektrisch) zu beschäftigen. Andererseits muss aber auch das Abstrahl- bzw. Empfangsverhalten verstanden werden. Dazu werden zunächst die in der Praxis wichtigsten Schallwellentypen, ebene Wellen und Kugelwellen besprochen. Hierauf aufbauend werden Effekte wie die problematische Abstrahlung niederfrequenter Schallwellen, die akustische Interferenz und die Entstehung von Richtcharakteristiken untersucht.

Für die Kommunikationsakustik spielt das Hören in Räumen eine besonders wichtige Rolle. Es werden Methoden der wellentheoretischen und der geometrischen Raumakustik besprochen, die zur Definition praktisch wichtiger Raumparameter (Nachhallzeit; äquivalente Absorptionsfläche, Hallradius) führen und zur Realisierung von virtuellen auditiven Umgebungen angewandt werden.

Zum Abschluss der Vorlesung werden Hörgeräte und Cochleaimplantate behandelt.

Voraussetzungen

keine

Empfohlene Vorkenntnisse

Systemtheorie, komplexe Wechselstromrechnung

Materialien

Skript:

Aushang:

Sonstiges

Die Note setzt sich aus den Ergebnissen der mündlichen Prüfung und der studienbegleitenden Leistungen zusammen.