Veranstaltung: Hörakustik

Nummer:
148210
Lehrform:
Vorlesung
Medienform:
Folien, rechnerbasierte Präsentation
Verantwortlicher:
Prof. Dr.-Ing. Herbert Hudde
Dozent:
Prof. Dr.-Ing. Herbert Hudde (ETIT)
Sprache:
Deutsch
SWS:
3
LP:
4
Angeboten im:

Prüfung

Mündlich

Termin nach Absprache mit dem Dozenten.

Dauer: 30min

Ziele

Absolventen haben vertiefte Kenntnisse über vielfältige Aspekte des Hörorgangs (Außen-, Mittel-, Innenohr, Hörbahn, otoakustische Emissionen, akustisch evozierte Potenziale) und der Merkmale des Hörens (spektrale und temporale Wahrnehmung, Lautheitswahrnehmung, Verdeckung). Durch Anwendung von ingenieurgemäßen Modellen können sie z.B. in folgenden Anwendungsgebieten tätig werden: Gehörbezogene Schallaufnahme und -wiedergabe, gehörbezogene Signalverarbeitung, Entwicklung von Hörgeräten und anderen Hörhilfen, Entwicklung audiometrischer Geräte und Software, Audiologie, gehörbezogene Medizintechnik.

Inhalt

Die Hörakustik umfasst alle Aspekte des Hörens, die bei Normal- und Schwerhörigen unter natürlichen und technisch geprägten Bedingungen auftreten. Die Basis für technische Anwendungen rund um das Gehör ist ein grundlegendes Verständnis, wie Hören funktioniert. In der Vorlesung wird ein ingenieurmäßiger Weg beschritten, die Funktionsweise des Gehörs zu beschreiben. Das bedeutet, dass soweit wie möglich Modelle entwickelt werden, die die Zusammenhänge in geeigneter Weise mathematisch beschreiben. Modelle können die Form von elektrischen Analogie-Netzwerken, von Blockschaltbildern oder von allgemeinen numerischen Modellen annehmen.

Der Modellierung von Hörfunktionen kann man sich sehr unterschiedlich nähern. Einerseits kann man Schallwellen, mechanische Schwingungen und elektrische Vor- gänge mit geeigneten Sensoren messen. Andererseits ist die in der Hörbahn gebildete auditive Wahrnehmung so komplex, dass man Wahrnehmungsmerkmale nur durch Hörversuche, also durch Verwendung des Menschen als "Messgerät" erfassen kann. Dies ist die Domäne der Psychoakustik. Erst die Kombination der physikalisch verstandenen Vorgänge und der psychoakustisch gemessenen Merkmale der auditiven Wahrnehmung ermöglicht es, technische Anwendungen wie die Verfahren zur Schallaufnahme und -wiedergabe oder die Kodierung von Audiosignalen (z.B. MP3) zu optimieren.

Ein interessantes Spezialgebiet der Hörakustik ist die technische Wiederherstellung von Hörfunktionen bei Schwerhörigen durch Hörgeräte und andere Hörhilfen. Dazu ist zunächst eine genaue Kenntnis der Hörstörungen und ihrer audiometrischen Erfassung notwendig. In der modernen Audiometrie spielen nicht nur auf die Vermessung von Hörgeschädigten zugeschnittene Hörversuche, sondern auch "objektive" Verfahren wie die Messung "otoakustischer Emissionen" (Schallaussendungen aus dem Gehör) oder elektrischer Potenziale (am Schädel mittels Elektroden registriert) eine bedeutende Rolle.

Voraussetzungen

keine

Empfohlene Vorkenntnisse

Wenn Sie planen, auch die Vorlesung 'Kommunikationsakustik' zu hören, ist es sinnvoll, dies vor dem Besuch der Vorlesung 'Hörakustik' zu tun.

Materialien

Skript:

Folien:

Aushang:

Sonstige: